Störfall Gundremmingen

Es ist schon immer wieder komisch, wie wenig man davon hört!
Deshalb hier zur Info:

Medienerklärung des FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V. Augsburg – Dillingen – Günzburg – Heidenheim – Ulm:

„Erneute Turbinenstörung an Block B in Gundremmingen.

Deutschlands ältester Siedewasserreaktor musste schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wegen eines Turbinenschadens runter gefahren werden. Am gestrigen Sonntagmorgen war sogar eine sekundenschnelle Abschaltung erforderlich. Dabei musste die mit rund 3,8 Millionen Kilowatt thermisch und etwa 1,3 Millionen Kilowatt elektrisch arbeitende Anlage voll gebremst werden, was laut Pressesprecher funktioniert habe.  Dieser Block B ist der älteste noch laufende Siedewasserreaktor Deutschlands. Er ist bilanziell längst abgeschrieben. Schon die planmäßige Revision dauerte in diesem Jahr im Mai länger.
„Der Zahn der Zeit“ macht der Anlage zu schaffen.
Zusammen mit dem benachbarten baugleichen Block C ist es Deutschlands gefährlichstes AKW. Denn die Siedewasserreaktoren haben gegenüber den sonst üblichen Druckwasserreaktoren schwerwiegende Sicherheitsnachteile: sie verfügen nur über einen Hauptkreislauf, die brisanten Abklingbecken liegen außerhalb des Sicherheitsbehälters und beinhalten in Gundremmingen mit über 4.000 verstrahlten Spaltelementen („Brennelementen“) so viel tödlichen Atommüll wie kein anderer Ort in Deutschland.

Die Steuerstäbe müssen gegen die Schwerkraft von unten in den Reaktor gepresst werden. Zudem werden in Gundremmingens Siedewasserreaktoren auch noch brisante und defektanfällige MOX- und WAU-Spaltelemente eingesetzt; vermutlich mehr als in jedem anderen Siedewasserreaktor der Welt. Bezeichnend, dass es auf der die aktuelle Leistung der Kraftwerke darstellenden Transparenzseite des Gundremminger AKW-Betreibers RWE seit Samstag heißt: >Aufgrund technischer Schwierigkeiten können die RWE Transparenzdaten momentan nicht angezeigt werden.
www.rwe.com/web/cms/de/59928/transparenz-offensive/stromerzeugung-online/ 

Atommüllskandal:
Viele haben sich auch an den unglaublichen Atommüllskandal – eigentlich ein Verbrechen – gewöhnt: Block B und C begannen 1984 mit der Stromerzeugung und haben bis heute keine Entsorgung. Der bei der Uranspaltung im Reaktor produzierte tödlich strahlende Müll muss zum Abklingen für eine Million Jahre sicher eingeschlossen werden. Bis heute gibt es hierfür weder in Deutschland noch in irgendeinem anderen Land der Erde ein Endlager – geschweige denn ein sicheres.“

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