UND WIEDER VERSCHWINDET EIN GEBÄUDE DER 50ER JAHRE

Mir ist natütrlich völlig klar:
– Es ist nicht mehr rückgängig zu machen, auch wenn der Platzbedarf nicht mehr so akut ist seit dem Auszug des Amtsgerichts und des Notariats.
– Energetische Sanierungen bei solchen Gebäuden sind, wenn überhaupt sinnvoll machbar, extrem teuer und aufwändig

ABER

Trotzdem möchte ich hier noch einen kleinen wehmütigen Nachruf auf die Architektur dieses Justizhochhauses ablegen, um dieses Gebäude nocht völlig Sang- und Klanglos aus unserem Gedächtnis zu verlieren.

fotokopie

Gerade das Justizhochhaus wurde in dem Buch der ehrenwerten Kollegen „Ulm, Bauten der 50er und 60er Jahre“ als besonders erhaltenswert gesehen.
Es wurde sogar beantragt es unter Denkmalschutz zu stellen.
Zitat aus dem Buch: „Diese Hochhauskonzeption steht auch für eine neue demokratische Auffassung in der Justiz als sichtbares Zeichen neben dem wilhelminischen Justizpalast, der weiterhin obrigkeitsstaatliches Denken ausstrahlt. Das Justizhochhaus bringt als qualitätvoller Zeitzeuge durchaus die Voraussetzungen für ein Kulturdenkmal.“

Auch Gebäude aus den 50er Jahren haben eine Message, die nicht völlig aus dem Ulmer Stadtbild verschwinden sollte. Es war die Zeit mit einer Baukultur, die sich von der Monumental- und Einschüchterungsarchitektur der Nazizeit abgrenzt.

Ich würde mir wünschen, dass man sich in Zukunft ernsthaft Gedanken macht für den weiteren Umgang mit den wenigen verbliebenen herausragenden Gebäuden aus dieser zeit.

So sieht übrigens der neue Entwurf aus:

bildschirmfoto2012-06-13um17.15.25

 

ray-gun(Gast), 13.06.2012, 19:06

na der neubau sieht ja mal wieder aus wie alle neuen verwaltungs- und bürogebäude in ulm, sprich der kommende neubau der sparkasse hat vermutlich die gleiche fassade?! und da gibt’s noch ein paar mehr projekte… nur gut, dass die dann auch in 30jahren wieder verschwinden werden – oh sorry…

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