Bewerbung für die Landesliste zur Bundestagswahl 2013

Meine Bewerbung für einen Platz auf der Landesliste:

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

„Je üppiger die Pläne blühn, desto verzwickter wird die Tat.“

dieses Zitat von Erich Kästner möchte ich wie folgt interpretieren: Im Bereich des Bauens werden ca. 50% aller Rohstoffe verbraucht, gleichzeitig entstehen dort auch rund 60% aller Abfälle. Das Wohnen wird immer teurer.  Wenn man also die UR-GRÜNEN Schwerpunkte Klimaschutz, Ressourceneffizenz und  soziale Gerechtigkeit  zukünftig nachhaltig positiv entwickeln möchte, kommt man an den Themen Planen, Bauen und Wohnen nicht mehr vorbei.

Als Architektin, die seit dem Abschluss des Studiums immer selbständig tätig war und ist, ist mir die Tragweite dieses Themenkomplexes immer gegenwärtig.

Zu den GRÜNEN habe ich gefunden, als mich das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ fast an meine Grenzen gebracht hat. Die politische Arbeit bedeutet mir sehr viel und ist zeitweise, durch Familie und Beruf, viel zu sehr auf der Strecke geblieben.

Bei der Nominierungsversammlung im Juni 2012 wurde ich von den Kreisverbänden Ulm und Alb-Donau zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2013 gewählt. Ich möchte mich für das entgegengebrachte Vertrauen auch hier ausdrücklich bedanken, drückt es doch ein klares Bekenntnis zu einer relativ „Neuen“ in der GRÜNEN Politikszene aus. Dies ist sicherlich auch darin begründet, dass ich mich mit den zunehmend bedeutsamen baupolitischen Themen beschäftige.

Das Bauen sowie die Stadt- und Gemeindeentwicklung werden immer mehr zu GRÜNEN  Schlüsselthemen. Derzeit vergeht kein Tag, an dem nicht irgendeine Nachricht über „Mangel an bezahlbarem Wohnraum“, die „teuren energetischen Sanierungen“ oder das „Zersiedeln von wertvollen Flächen“ in der Presse erscheint. Hinzu kommt, dass diese Bauthemen immer auch mit anderen Problemfeldern einhergehen.  So hängt die Wohnungspolitik sehr stark von wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab, dennoch müssten gerade die sozialen Auswirkungen hier unbedingt mit betrachtet werden. Zur BDK in Hannover habe ich ganz aktuell dazu den Antrag gestellt, die Wohnraumversorgung zu einem sozialpolitischen Schwerpunktthema für die Bundestagswahl 2013 zu machen. Die durch die Bankenkrise forcierten Investitionen in „Betongeld“ führen zu immer höheren Mieten, bei gleichzeitig sinkendem Einkommen.

Das Vorurteil der „Preistreiberei beim Bauen durch GRÜNE Forderungen“ wird uns sicherlich auch im Wahlkampf vorgehalten werden. Hier ist es ganz besonders wichtig fachpolitisch richtig zu argumentieren und zu überzeugen. So wie wir die Autos nicht mehr wie vor 15 Jahren bauen können, so müssen auch die Häuser heute anderen Anforderungen genügen.

Seit ca. einem Jahr arbeite ich mit kompetenten KollegenInnen aus diversen KV´s  am Aufbau einer U-AG Planen-Bauen-Wohnen in Baden-Württemberg und wir wissen wie vielfältig unser Ländle ist. Von den florierenden Ballungszentren über die rauhe Alb, von der Landwirtschaft über das produzierende Gewerbe bis zum Tourismus ist alles vertreten und verlangt nach unterschiedlichen Betrachtungsweisen. Die vielen Schnittpunkte zur Bundespolitik, sowie die Notwendigkeit, dass es eine politische Ansprechperson bei den GRÜNEN für diesen Bereich in Baden-Württemberg geben sollte, haben mich dazu veranlasst, 2013 für den Bundestag zu kandidieren.

Als ArchitektIn ist man GeneralistIn. In den bald 20 Jahren, in denen ich mein Architekturbüro geführt habe, habe ich die komplexen Zusammenhänge vom Grundstücksmarkt, die Fördermechanismen von Land und Bund, sowie die Verflechtungen der Immobilien- und Bauwirtschaft mit den politischen Rahmenbedingungen kennengelernt und scheue mich daher nicht, die Fäden aus diesem Themengeflecht zu einem GRÜNEN „Masterplan“ zusammenzuspinnen.

2013 soll eine Richtungswahl werden. Es gilt, Schwarz-Gelb abzuwählen. Dafür möchte ich auch das schlummernde Wähler-Potential in meinem Wahlkreis, der mit 55 Städten und Gemeinden der gemeindestärkste Kreis ist mobilisieren.  Die Chancen stehen gut, auch in unserem Wahlkreis nach über 60 Jahren CDU einen Wechsel zu bewirken.  Ich möchte mit meinem Engagement als Baupolitikerin in der Bundestagsfraktion unseren Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz ausbauen.

Ein aussichtsreicher Listenplatz würde mich dabei sicher beflügeln….

Dafür bitte ich um Eure Stimme,

Eure Annette

 

Zu meiner Person:

1963 in Ulm geboren,

verheiratet mit Frank Weinreich,

wir haben einen Sohn (16), eine Tochter (13) und einen Hund
Seit 2011 Geschäftsführerin der Grünen Fraktion, Ulm
Seit 2009 Mitglied im Ulmer Gemeinderat

2008 – 2009 im erweiterten Vorstand des Kreisverband der Grünen, Ulm

Seit 2009 Beirat in der Kammergruppe Ulm der Architektenkammer

Seit 2006 geschäftsführender Vorstand im „Ulmer Schülerladen e.V.“

Mitgliedschaften: BUND, Bundesverband Baugemeinschaften, BdB, Kulur-Loge Ulm

 

Freie Architektin seit 1998 mit Roberto Carnevale im Architekturbüro arc-studio in den Bereichen energetische Gebäudesanierung, Projektentwicklung + Konversion sowie „Planen mit Baugruppen“

 

Interessen: Kunst, Kultur, Subkultur

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