Gespräch mit Geschäftsführer RKU

Ebenfalls gemeinsam mit der GRÜNEN Fraktion gab es ein Gespräch mit Herrn Matthias Gruber, der seit 01.09.2012 Geschäftsführer des RKU (Univeritäts- und Rehabilitationskliniken Ulm) ist. Nachdem es einige kritische Presseberichte zu den Entlassungen gab wollten wir es aus der Sicht der Verantwortlichen selbst hören.

Als plausibel habe ich dabei die Ausgliederung des Verpflegungsbereiches empfunden. Eine dringend erforderliche Sanierung mit Einbau einer Dampfversorgungsanlage hätte mit 2 Mio € zu Buche geschlagen. Und nachdem das Bundeswehrkrankenhaus die Uni und das RKU die Möglichkeit einer gemeinsamen Küchennutzung haben, macht es aus meiner Sicht Sinn, diese Ressourcen zusammenzulegen.

Dennoch stehen weitere Sanierungsmaßnahmen an und nicht zuletzt auch deshalb müssen Einsparungen gemacht werden. Krankenhäuser werden immer mehr unter unternehmerischen Gesichtspunkten geführt. Das DIG-System (Fallpauschale) ist ein weiteres Problem das zu Verwerfungen führt. Die Krankenhäuser sind dazu gezwungen die Versorgungszeiten der Patienten zu minimieren dafür aber möglichst viele Operationen durchzuführen. Da jede Klinik für ein und dieselbe Krankheit immer gleich viel Geld bekommt, bieten immer öfter auch Kliniken lukrative Operationen (besonders gerne im Orthopädischen Bereich) an, die dafür gar nicht geeignet sind.

„Das ist ein Fehlanreizsystem“ so Herr Gruber, „Qualitätskontrollen für Krankenhäuser, mit Auflistung von medizinischen Vorzügen von Kliniken wären eine große Hilfe“.

Aus GRÜNER Sicht ist eine generelle Weiterentwicklung des Gesundheitssystems erforderlich. Die GRÜNE Bürgerversicherung, Wahlmöglichkeiten zwischen den unterschiedlichen Behand­lungsarten (Schulmedizin/anerkannte alternative Behandlungsmethoden), Qualitätstransparenz sowie eine unabhängige Patientenberatung sind die richtigen Schritte auf einem langen Weg.

Zurück zu den Entlassungen. Von den ursprünglich 75 Stellen sind es inzwischen „nur“ noch 60, die jetzt sozialverträglich abgebaut werden sollen . Außerdem hat man sich mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan geeinigt und die Gründung eines Fonds für Härtefälle beschlossen.

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