Thema Frauen – Equal Pay Day

Der Abschluss zu unserem Themenschwerpunkt „Frauen und Beruf in der Region Ulm“.

Am 21.03. ist der offizielle Tag für den Equal Pay Day2013. 2009 fand der Equal Pay Day am 20. März, 2010 am 26. März, 2011 am 25. März und 2012 am 23. März statt. Was hat es mit diesen Terminverschiebungen auf sich? Es wird immer an dem Tag demonstriert, an dem die Frauen gleich viel verdient haben wie ihre männlichen Kollegen bereits am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres.

Aber in Ulm ticken die Uhren mal wieder etwas anders. Die Entscheidung der Ulmer Organisatorinnen des BPW Ulm, die Hauptaktion bereits einen Tag vorher, zu völlig arbsurden Zeiten für arbeitende Frauen (zw. 11.00 und 12.00 Uhr) zu veranstalten, halte ich für äusserst unglücklich.

Das zeigt mir doch wieder eine gewisse Halbherzigkeit bei diesem Thema, deshalb habe ich in meiner Presseerklärung dazu geäußert: „Gut gemeinte Absichtserklärungen reichen nicht aus. Damit Frauen für die gleiche Arbeit bei gleicher Qualifikation die gleichen Löhne erhalten, steht ein Entgeltgleichheitsgesetz im GRÜNEN Wahlprogramm für die kommende Bundestagswahl. Die Bundesregierung unter Angela Merkel kommt in dieser Frage leider genau so wenig voran, wie bei einer Quotenregelung für Vorstände und Aufsichtsräte. Dabei brauchen wir gerade in den extrem gut bezahlten Positionen dringend und deutlich mehr Frauen, die als Vorbilder wirken und zu mehr Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beitragen.“

Das Entgeltgleichheitsgesetz wurde am 13.03.2013 im Bundestag mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und FDP gegen die Stimmen der SPD und von Bündnis 90/Die GRÜNENbei Enthaltung der Linksfraktion abgelehnt. Das Ehegattensplitting ist ein weiteres Konstrukt aus überholten Zeiten, das die Gerechtigkeit für Frauen in Frage stellt.

Zum unglücklich gewählten Termin in Ulm kommentierte Charlotte Schneidewind-Hartnagel MdL, frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion: „Da in Baden-Württemberg die durchschnittliche Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bei 29 Prozent liegt, müsste hier der equal pay day statt am 21. März erst am 15.April begangen werden. Also noch eine Chance für eine besser terminierte Aktion.“

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