Von Hanf ist heute die Rede

Meine Rede zum Global Marijuana March in der Fossgängerzone in Ulm:

Von Hanf ist heute die Rede,

Hanf als Rohstoff – ich als Architektin kenne es z.B. als Gebäudedämm-Material

Hanf als Medizin – das ist wissenschaftlich untersucht, Hanf wir z.B. gegen Krebserkrankungen efolgreich eingesetzt

Hanf als Genussmittel – genau so wie Alkohol.

Wenn heute ein Bauer Hanf als Rohstoff anbaut läuft er Gefahr sich nach dem Betäubungsmittelgesetz strafbar zu machen, auch wenn der THC-Gehalt bei diesen Pflanzen kaum der Rede wert ist.

Wenn heute ein Patient ein Medikament auf Cannabis-Basis braucht kann er es zwar legal erwerben, die Krankenkassen tragen jedoch die Kosten nicht. Wer also genügend Geld hat, hat Glück gehabt, der Rest muss schauen wor er bleibt. Gerade für Schmerzpatienten, für die dieses Medikament oft eine große Hilfe – und zugleich gut verträglich wäre, ist das fatal.

Wenn sich heute einer ins Koma säuft ist das zwar bedauerlich, aber nicht strafbar. Dabei richtet Alkohol bei regelmäßigem Konsum schwere Schäden an, die oft dauerhaft bleiben. Bereits in den 90er Jahren hat das Bundesverfassungsgericht „anerkannt, daß der Mißbrauch von Alkohol Gefahren sowohl für den Einzelnen wie auch die Gemeinschaft mit sich bringt, die denen des Konsums von Cannabisprodukten gleichkommen oder sie sogar übertreffen.“

Derzeit gilt:
Handel, Anbau, Ausfuhr, Abgabe, etc., ist verboten.
Die Eigennutzung ist jedoch nicht verboten.
Das ist paradox!
Man kann Cannabis zwar straffrei konsumieren, aber eigentlich nicht straffrei erwerben …..
Das ganze gilt für „eine geringe Menge“
Der Begriff geringe Menge wird in den meisten Ländern bei 6 Gramm festgelegt.
In drei Grün mitregierten Ländern wird diese Grenze weiter oben gesehen (bis zu 30 Gramm).

Eine bundesweit einheitliche Festlegung der „geringen Menge“ wäre ein erster Schritt um auch die Gerichte und Staatsanwaltschaften zu entlassen.
Es kann nicht sein, dass 3 Millionen Bürger, die eigentlich ein ganz geregeltes Leben führen, kriminalisiert werden
nur weil sie Marijuana konsumieren,
während ein Alkoholabsturz als Kavaliersdelikt gilt.

Bundesweit sterben laut Statistischem Bundesamt pro Jahr knapp 15.000 Menschen an übermäßigem Trinken – das entspricht rund 18 Sterbefällen je 100.000 Einwohner. (23 pro Jahr allein in Ulm)

Weltweit ist jedoch kein Fall bekannt, bei dem der Tod einer Person auf übermäßigen Konsum von Haschisch zurückzuführen ist.
Es gibt keine letale Dosis für Haschisch.

Ich stehe heute hier für eine komplette Entkriminalisierung.
Für einen verantwortungsbewussten und sinnvollen Einsatz dieser Kulturpflanze als Rohstoff, Medizing und Genussmittel.

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