Hochwasserschutz im Lautertal?

Wasser, Naturschutz und Geschichte – eine Fahrradexkursion ins kleine Lautertal

 

• Die Verkehrssituation in Herrlingen und die mögliche Neugestaltung der B28, die Frage von Grundwasserströmen und Hochwasserschutz zwischen Herrlingen und Klingenstein
• Naturschutzgebiet kleines Lautertal: Geschichte und Landschaftstypen, ökologische Besonderheiten
• Lautern: Geschichte des Ortes, Besuch der Kirche, die Rolle des Wassers mit Besuch der Lauterquelle mit der alten Pumpstation

Im Zuge dieser Lautertal-Exkursuion haben wir uns ein Bild vor Ort machen können:

Es ist schon sehr verwunderlich, wie gerade nach den aktuellen Hochwasserschäden hier nun einfach in ein festgesetztes Hochwasser-Schutzgebiet hineingebaut werden soll.

Zitat aus der immowelt: „Beim Bau eines Hauses im Hochwassergebiet muss außerdem beachtet werden, dass bei einem Anstieg des Grundwassers Auftriebskräfte entstehen. Im Extremfall, wenn die Auftriebskräfte größer sind als das Gebäudegewicht, kann das Haus aufschwimmen und schlimmstenfalls vollständig zerstört werden, warnt die Bayerische Staatsregierung in ihrer Hochwasserschutzfibel.“

Daher verweise ich hier auch gleich auf die empfohlenen – aber von den Verischerern abgelehnten – Massnahmen für den eintretenden Hochwasserschadensfall:
Reuters: „Die immensen Schäden haben erneut eine Debatte um eine Pflichtversicherung gegen Naturkatastrophen für Hausbesitzer ausgelöst. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärte, eine flächendeckende Elementarschadenversicherung wäre für den Staat und die Steuerzahler billiger als Soforthilfen der Politik, argumentieren die Berliner Ökonomen.

Bund und Länder hatten sich auf einen Nothilfe-Fonds von acht Milliarden Euro verständigt.
Im DIW-Modell wäre diese Summe von der Versicherung gedeckt – stattdessen zahlt der Steuerzahler erneut vom ersten Euro an.

Nach der Flut 2002 war das DIW-Modell schon einmal am fehlenden politischen Willen der Bundesländer gescheitert. Weil die Zahl der betroffenen Länder in Deutschland mit jeder Flut steigt, sehen die Forscher diesmal aber bessere Chancen.“

Wer zahlt nun also die Mehrkosten?
Der Bauherr?
Der Investor bestimmt nicht…
Der Steuerzahler?

Die blauen Flächen sind die Überschwemmungs-Vorhalte Flächen. Dort soll das neue Baugebiet entstehen.
Ob es eine machbare Lösung ist, wenn irgend jemand flussaufwärts auf irgendeiner anderen Gemarkung dazu verdonnert wird den Hochwasserschutz zu machen, lasse ich mal dahingestellt.

Siehe auch den Artikel dazu:
Firma will auf dem Blausteiner Interglas-Gelände modernes Quartier bauen

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