Wild auf Wald mit Alex Bonde

Bei der Sommertour des Ministers Alexander Bonde quer durchs Ländle kam er auch im Alb-Donau-Kreis vorbei.
Hier machten wir eine kleine Waldwanderung durch den Staatswald Gairen, kurz vor Blaubeuren.
Das zentrale Politikziel der GRÜN-Roten Landesregierung ist eine ökologische Modernisierung der Wirtschaft, die der Wertschöpfung der Fläche dienen soll.
In seiner Ankündigung zu dieser Tour sagt Alex Bonde:
„Elektromobilität, ein weiterer Aspekt meiner Reise durch das Land, ist auch im ländlichen Raum von großer Bedeutung, denn dort wird auch in Zukunft Individualverkehr eine große Rolle spielen.“
Da hat es wieder einmal sehr gut gepasst, dass wir mit unserem Elektromobil angekommen sind.
Der Unterschied zwischen Schonwald und Bannwald wurde erläutert und es wurde gezeigt, wie Naturschutz und Waldwirtschaft zusammen gehören indem z.B. auch Teile der Flächen gerodet werden um dem Artenschutz zu dienen. Wie z.B. den vom Aussterben bedrohten Apoolofalter.

SWP 01.08.13 „Minister Bonde streift durch Schonwald….

Auch lustig: Sandale oder Bergschuh 😉  Ich bin trotzdem fast überall mitgeleufen 😉

Sandale oder Bergschuh

Mit dem Aussteigen aus dem Dienst-Audi schlüpfte Alexander Bonde in seine braunen Leder-Bergschuhe. Seit zwei Jahren Minister für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg und als solcher eben nicht nur auf den befestigten Wegen und Plätzen der Städte unterwegs, scheint er Erfahrung in unwegsamem Gelände zu haben. Er schaffte am Mittwoch bei der Exkursion im Schonwald „Katzental“ problemlos den steilen Anstieg vom Parkplatz zum „Katzentaler Fels“. Von dem Minister der Grünen kann die Bundestagskandidatin der Grünen für Ulm und den Alb-Donau-Kreis, Annette Weinreich, noch was lernen. Sie trug nämlich leichte Sandalen mit hohen Sohlen und musste deswegen unten in der Ebene bleiben.

Minister Bonde streift durch Schonwald „Katzental“ und Apollo-Biotop

Als ermutigendes Beispiel zum Erhalt seltener Arten bezeichnet Minister Alexander Bonde die Projekte für den Apollo im Blautal. Am Mittwoch hat er das Falter-Biotop und den angrenzenden Wald besichtigt.

JOACHIM STRIEBEL | 01.08.20132 MEINUNGEN

Bundeskanzlerin Angela Merkel will, dass fünf Prozent der Waldflächen nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Das ist nicht unumstritten, weiß der baden-württembergische Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde (Grüne). „Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigten“, sagte er in Anspielung auf die Schwierigkeiten der Landesregierung, im Schwarzwald einen Nationalpark auszuweisen. Umso mehr freute sich Bonde über die Zahlen, die ihm Landrat Heinz Seiffert und der Fachdienst Forst und Naturschutz gestern bei einer Exkursion im Blautal lieferten: Sieben Prozent der Staatswald-Flächen im Alb-Donau-Kreis sind durch Ausweisung als Bannwald, Biosphären-Kernzone oder Waldrefugium stillgelegt. Weitere acht Prozent werden extensiv genutzt. Dazu gehört der 24 Hektar große Schonwald „Katzental“, durch den sich Bonde führen ließ.

Der Minister hatte sich für seine Sommertour 2013 als Schwerpunktthema den Wald und dessen Funktion für Wirtschaft und Naturschutz vorgenommen. Das Landratsamt wählte für die Exkursion nicht von ungefähr den Schonwald am Nordrand des Blautals zwischen Gerhausen und Herrlingen aus. Er gehört mit seinen Schluchten, Felsen, Höhlen, alten Bäumen und mit Pflanzen wie Wald-Silberblatt, Aaronstab, Märzenbecher und Wolfseisenhut zu den europaweit bedeutenden „Natura 2000“-Gebieten. Und an dessen unterem Rand ist im Frühjahr eine Aktion für den Erhalt des vom Aussterben bedrohten Apollofalters gestartet worden. Auf einer Fläche zwischen der B 28 und dem Wald, die zugewuchert war, wurden Gehölze entfernt (wir berichteten). Ziel ist, das große Falterbiotop im Gerhauser Naturschutzgebiet „Untere Hellebarten“ mit dem kleineren, einige hundert Meter östlich gelegenen Biotop zu verbinden.

Gestern ließ Schäfer Reinhard Kramer dort zum ersten Mal seine Herde weiden. Nur so könne die Fläche, die früher Weideland war, offen gehalten werden, erläuterte Naturschutzbeauftragter Bernhard Stich. Frühere Pflegeaktionen innerhalb des Schutzgebiets waren erfolgreich: Wie Stich erläuterte, wurden 1986 gerade noch 27 Apollofalter gezählt, heute sind es rund 400. Der große Falter mit weißer Grundfarbe und rot-schwarzen Punkten ist die einzige nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen weltweit geschützte, nicht tropische Schmetterlingsart. Sie ist auf blütenreiche Magerrasen angewiesen. Ihre Raupe frisst ausschließlich an der Weißen Fetthenne, einem auf Felsen gedeihendem Dickblattgewächs.

Minister Bonde zeigte sich beeindruckt. Durch entsprechende Planung und Umsetzung von Pflegemaßnahmen seien durchaus Fortschritte zu erzielen. Er hält es für wichtig, kommenden Generationen die Artenvielfalt zu erhalten. „Mit jeder Art, die verloren geht, geht auch Wissen verloren“, sagte Bonde.

Der Politiker hatte am Vortag einen Autounfall im Zollernalbkreis unbeschadet überstanden. Ein 25-Jähriger war mit seinem Ford gegen den vom Chauffeur gesteuerten Dienst-Audi des Ministers geprallt. Der Ford-Fahrer wurde schwer, Bondes Fahrer und eine Mitarbeiterin leicht verletzt. Bonde hatte im Wagen hinten gesessen und war angegurtet gewesen. Das sei sein Glück gewesen, sagte er gestern.

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