City-Bahnhof Ulm – was bisher geschah

Zusammenstellung

 

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Chronologie City Bahnhof

1 ZUSAMMENSTELLUNG 2006-2010 (ANL.1)

12.12.06: der Grundsatzbeschluss wird gefasst, Neubau Steg wird vorangetrieben. November 07: Modus Consult wird mit einer Machbarkeitsstudie zum Verkehr beauftragt.

Dezember 07: Der FB SBU beschließt einstimmig einen Ideen- und Realisierungswettbewerb auszuschreiben, bei dem von einer unterirdischen Erschließung der neuen Bahnhofshalle von der Fußgängerzone bis zur Schillerstraße auszugehen sei.

 

2008 wird der Infopavillion für 300 T erstellt.

September 08: Stadt Ulm und DB Station&Service beauftragen eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel ausschließlich die Machbarkeit der Subway-Lösung zu untersuchen.

April 09: Stadt und Architektenschaft veranstalten einen Städtebaulichen Architektenworkshop um Ideen und Konzepte für ein städtebauliches Leitbild für das Bahnhofsumfeld zu sammeln.

April 09: Ein öffentlicher Dialog wurde einberufen in Form von verschiedenen Hearings. Es gab 3 Gruppen:
Verbände, Initiativen und RPGen (21.04.09)
Institutionen, Hochschulen und Verwaltungen (22.04.09)

Verkehrsdienstleister (05.05.09)

2 23.03.2010 VORGEHEN WETTBEWERB CITY-BAHNHOF (ANL.2)

Die GRÜNE Fraktion stellt den Antrag ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren auszuschreiben.

Antwort OB: ein städtebaulicher Ideenwettbewerb soll ausgeschrieben werden, bei dem die Subway Lösung favorisiert werden soll, aber auch andere Lösungen zugelassen werden, sofern sie funktionieren und den Anforderungen genügen.

3 28.04.2010 ÖFFENTLICHE DISKUSSION (ANL.3)

Die GRÜNE Fraktion stellt den Antrag in einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung die unterschiedlichen Erschließungsvarianten zu beleuchten.

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4 18.06.2010 ÖFFENTL. VERANSTALTUNG (ANL.4)

Der Antrag der GRÜNEN Fraktion wurde ignoriert, daher wurde selbst eine Veranstaltung organisiert. Geladen waren Architekt Stefan Breitmoser von Venneberg und Zech Architekten, die den HBF Hannover umgebaut und modernisiert haben (unterirdische Lösung) und Architekt Felix Wettstein von Giraudi Wettstein Sagl Architekten, die den Bahnhof FFS in Basel realisiert haben (oberirdische Lösung). Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Arno Lederer.

Die Presse dazu:
SWP vom 21.06.2010 in Auszügen:
Drunter oder drüber? Hätten die Ulmer am Freitagabend die Wahl gehabt, sie hätten sich wohl für einen Steg über die Gleise am HBF entschieden…..Geladen haben die Grünen, die befürchten, dass die Stadt die weichen viel zu früh in Richtung Unterführung gestellt hat. …. Dazu Prof. Lederer, der anfeuert: „Ihr müsst Visionen haben und weit über den Tellerrand schauen. Der Citybahnhof ist wichtiger als die Neue Mitte. … Der Appell aller 3 Architekten an die Ulmer: Beim Ideenwettbewerb für alles offen zu sein und in die Zukunft zu denken.

Augsburger Allgemeine vom 20.06.2010 in Auszügen:
„Der Bahnhof ist das wichtigste öffentliche Gebäude der Stadt.“ … Deshalb Lederers Forderung, nicht kleinmütig zu sein in Ulm, sondern groß zu denken – wie die Münsterbauer.

5 24.06.2010 BESCHLUSS IDEENWETTBEWERB (ANL.5)

Es wird der Beschluss gefasst den städtebaulichen Ideenwettbewerb auszuschreiben. (2-stufiges Verfahren!)
Mit der Fahrstreifenreduzierung der Friedrich-Ebert-Straße.
Vergleichszeichnungen bez. Über- und Unterführung werden vorgelegt. Aus GRÜNER Sicht ist die Festsetzung, dass die F-E-Str. zwingend zu unterqueren sei, überflüssig. Die Fraktion konnte sich aber nicht durchsetzen, der Antrag keine zwingende Bestimmung aufzunehmen wurde abgelehnt.

6 02.08.2010 FAKTEN (ANL.6)

  1. Im Westen soll um 4 Gleise reduziert werden. (Derzeit 12, vornehml. Rangiergleise)
  2. Aus 4 sollen 5 Bahnsteige gemacht werden
  3. Die kleine Blau muss verlegt werden, (4,2 Mio €)
  4. 2 neue Parkhäuser sollen entstehen, Schillerstraße 500, Bahnhofseite 300 Plätze
  5. Aus heute 40 000 Besucher/Tag sollen 50 000 Besucher/Tag werden
  6. Durch die Detonation 2009 weiß man heute, dass auf Altlasten besonders geachtet werden

    muss.

  7. Bahnhofssteg war auf 8,25 Mio€ angesetzt, kostetet aber de facto 11,7 Mio€
  8. Über die Fahrspuren der Friedrich-Ebert-straße wird noch gestritten, ebenso ist noch offen ob

    mit einer Über- oder Unterführung durch die Gleise geplant werden soll

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724.05.2011 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT,KONZEPT(ANL.7)

In der Sitzung des FB Stadtentwicklung, Bau und Umwelt (SUB) wird das Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt.

Der Ideenwettbewerb ist abgeschlossen, mit verschiedenen Planungsoptionen. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es, diese zu konkretisieren und ggf. zu ergänzen.
Die WB-Beiträge werden ausgestellt und auf der Projektinternetseite citybahnhof.ulm.de erläutert.
Ab Juli 2011 läuft über einen Zeitraum von 4 Wochen eine professionell moderierte Internetdiskussion. Am 07.07.2011 sollen die Planungsvorschläge und das Konzept der Öffentlichkeitsbeteiligung in einer Bürgerversammlung der breiten Öffentlichkeit erläutert werden.

Die Bürgerwerkstatt mit den Einzelforen soll eingerichtet werden. Die Foren sind:
– die lokalen Projektbetroffenen, mit besonderen ökonomischen bzw. rechtlichen Interessen (Stakeholder)
– Die ansässigen Verkehrsdienstleister
– überörtliche Akteure und Träger öffentlicher Belange
– Planerforum aus Architekten und Ingenieuren
– Forum der bürgerschaftlichen Initiativen

Am Schluss soll an einem runden Tisch die Ergebnisse zusammengefasst und als Handlungsempfehlung an den Gemeinderat weitergeleitet werden.

8 28.06.2011 WETTBEWERBSERGEBNISSE (ANL.8)

Verschiedene städtebauliche Lösungsvorschläge liegen nun vor. Auch eine Arbeit mit einer Überquerung der Gleise ist unter den ersten beiden 2. Preisen dabei. Einen 1. Preis gibt es nicht.
Zunächst war es erfreulich, dass im Zuge der Bürgerbeteiligung nun beide Lösungen möglich sein könnten. Es gab also echte Alternativen.

9 16.02.2012 VORBILDLICHE BÜRGERBETEILIGUNG?(ANL.9)

Die Auswertung der Foren der Bürgerbeteiligung hat bei Vielen eine große Enttäuschung hinterlassen. So wurde z.B. bei allen 5 Foren der einzige Entwurf, der auch eine überirdische Querung angeboten hat in der Diskussion nicht zugelassen. So langsam kristallisiert sich heraus, dass die ursprünglichen Argumente für eine Unterführung bis zur Schillerstraße immer mehr bröckeln. Die topographischen Vorteile werden nicht mehr genutzt, wenn die Unterführung nicht bereits in der Bahnhofstraße auf Höhe des Sport-Sohns beginnt, der unterirdische Durchgang wird keine Läden haben.

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10 17.04.2012 WEITERES VORGEHEN (ANL.10)

In der Sitzung vom 17.04.2012 wird über das Ergebnis der Öffentlichkeitsarbeit berichtet und das weitere Vorgehen soll beschlossen werden. Die Grüne Fraktion kann das weitere Vorgehen mit allen seinen Unterpunkten nicht en bloc zustimmen. Insbesondere wurde folgenden Punkten der Verwaltungsvorlage nicht zugestimmt:

5.1 nein, es soll weiterhin die Möglichkeit einer +1 Erschließung offen gehalten werden. (Es sollte noch die alte Passage genutzt werden)

5.2 nein, eine zusätzliche ebenerdige Erschließung muss möglich sein
Weiteres Vorgehen:
1. Entwicklungsphasen der neue Westzugang mit Anbindung an Empfangsgebäude (Passage)

2. Entwicklungsphase Empfangsgebäude, Passage zur Innenstadt, neue Parkgarage, neuer Bahnhofsplatz, verkehrliche Neuordnung Friedrich-Ebert-Straße und

Haltestelle
Ein Realisierungswettbewerb soll ausgeschrieben werden mit den Bausteinen und Trägerschaften:

1. Empfangsgebäude mit Bahnhofshalle 2. Passage zum Westzugang
3. Passage zur Innenstadt
4. Westzugang

5. Dienstleistungszentrum am Bahnhof

– Stadt/Investor – Bahn
– Stadt
– Stadt

– Investor

Die Grüne Fraktion kritisiert: Wenn die Bahn die Passage zum Westzugang tragen muss, ist kaum zu erwarten, dass hier eine hochwertige Unterführung entsteht.

12.06.12 / 27.06.12 Baubeschluss Verlegung der Kleinen Blau – einstimmig beschlossen

11 05.02.2013 ALLES ANDERS… (ANL.11)

Plötzlich ist alles anders:

Eine Studie der Bahn hat ergeben, dass der Baubeginn für den Westzugang mitsamt Unterführung erst ab 2017 möglich ist und das Empfangsgebäude erst danach. Stadt muss das Grundstück für das Empfangsgebäude kaufen, Bahn muss aber erst die Voraussetzungen dazu schaffen. Außerdem gibt es neue Aussagen bez. der Verfügbarkeit der Gleise an der Schillerstraße.erhebliche Verzögerungen sind zu erwarten.

Daher schlägt Stadt vor, die im ausschließlichen Verantwortungsbereich der Stadt liegenden Bausteine: Bahnhofsplatz
Passage zur Innenstadt
Bahnhofsgarage

vorrangig und in eigener Trägerschaft zu entwickeln. (Von den Sedelhöfen getrieben???)

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Und plötzlich liegt eine Planung von einer Tiefgarage mit 800 !!! Stellplätzen vor.

Die Grüne Fraktion fordert wieder eine Einzelabstimmung der Unterpunkte und stimmt folgenden Punkten nicht zu:

  • Die Verwaltung wird beauftragt, die Konzeptbausteine Bahnhofsplatz, Bahnhofspassage und Bahnhofsgarage weiterzuentwickeln.
  • Den planerischen Voruntersuchungen der Verwaltung und der städtischen Parkbetriebsgesellschaft PBG zur Haltestelle und zur Bahnhofsgarage wird zugestimmt

    Wir sehen hier kein stimmiges Gesamtkonzept mehr. Zitat aus der rede Annette Weinreich: „Wir planen einen City-Bahnhof mit zugehörigem Masterplan, und das erste was wir machen ist eine 4-stöckige Tiefgarage und einen unterirdischen Gang …. und die GRÜNEN stimmen zu? Das kann nicht sein!“

    12 07.06.2013 WB BAHNHOFSPLATZ (ANL.12)

    Der Realisierungswettbewerb Bahnhofsplatz wurde beschlossen. Gegen den Vorschlag der Verwaltung die Friedrich-Ebert-Straße auf 2 Spuren zu reduzieren hatten FWG und CDU gestimmt. Also soll wieder 4-spurig geplant werden.

    Bei der ÖPNV-Haltestelle Hauptbahnhof hat man auf die 2-Gleis-Variante mit 120 m Länge gesetzt, zwischen den Fahrspuren der Friedrich-Ebert-Straße.keinerlei Verbesserung zur aktuellen Situation. Alternativ wären auch eine 3-gleisige (115 m) oder eine 2-gleisige (70 m) möglich gewesen.

    Zur Vorbereitung der endgültigen Auslobung wurden noch einmal 2 Termine mit den SprecherInnen der Foren und der Bürgerwerkstatt für einen Runden Tisch wahrgenommen. Hier wurde ganz deutliche Kritik zu den engen Vorgaben des Wettbewerbs und den Vorfestlegungen geäußert. Anregungen aus dem Runden Tisch vom 17.01.2012 wurden nicht berücksichtigt, insbesondere wegen der Bahnhofsgarage, der Haltestelle mit 2 Gleisen, die Lage und der Zugang der Bahnhofspassage.

    Besonders bemerkenswert sind auch folgende, unbedingt zu beachtende Planungshinweise:
    „Die Neubauten der Sedelhöfe werden die Innenstadtansicht des Bahnhofsplatzes mit ihren Fassaden wesentlich verbessern und sind daher wichtige Randbedingungen für den Bahnhofsplatz.
    Der Ausgang der Bahnhofspassage zur Innenstadt liegt in den Sedelhöfen und ist nicht Teil der Aufgabenstellung.

    19.08.2013 Die Verlegung der Kleinen Blau wird teurer (von 4,8 Mio auf 5,3 Mio)

    13 08.04.2014 B-PLAN SEDELHÖFE (ANL.13)

    Die Planung der beiden Projekte, City-Bahnhof und Sedelhöfe hätte niemals so komplett voneinander getrennt behandelt werden dürfen. Ein einheitliches städtebauliches Konzept aus einem Guss ist somit längst nicht mehr gewährleistet.

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Es wird ständig herumgedoktert was die Verknüpfung dieser beiden Projekte angeht. Ein Y-Lösung, erst ja, dann nein…

Jetzt soll eine neue Gasse zwischen Bahnhofsplatz 7 und dem Plangebiet, im Bereich des Kanals der kleinen Blau, als eine zusätzliche oberirdische Querung zum Bahnhofsplatz erstellt werden. Dieser könnte aber noch strittig sein, da es von Verhandlungen mit der Eigentümergemeinschaft der Bahnhofstraße 7 abhängt. Außerdem war sie nicht Teil der Ausschreibung zum Wettbewerb Bahnhofsplatz, eine stimmige Verbindung dieser beiden Projekte an diesem extrem wichtigen Anknüpfungspunkt ist also mehr als fraglich.

Außerdem stellt es die Gesamtargumentation der subway-Lösung von Beginn an absolut in Frage.

Das Hauptargument für die subway-Lösung von der Bahnhofstraße bis zur Schillerstraße ist inzwischen hinfällig: „Eine durchgehende Passage auf E-1 von der Bahnhofstraße bis zur Schillerstraße entspricht der Zielsetzungen der Stadt Ulm. Es sollte eine möglichst kurze und dabei funktionale Passage gebaut werden. Grundsätzlich günstig ist die heutige Lage sowohl der Passage unter dem Bahnhofsplatz als auch der Bahnsteigunterführung im Bahnhof. Beide können ausgebaut werden. Die Hauptfußgängerströme in der Passage sollten nicht aufgeteilt werden. Die Passage sollte daher ohne Abzweigungen gebaut werden.

Das Gebäude Bahnhofplatz 7 am Beginn der Bahnhofstraße kann derzeit nicht erworben werden. Die Passage in die Innenstadt sollte nicht südlich dieses Gebäudes verschoben oder verschwenkt werden. ….“ Auszug aus der Sitzungsvorlagen vom 21.03.2012 (Anlage 10)

Zusätzlich sollen jetzt auch die Abgänge des Steges zu den Gleisen seitens der Bahn erstellt werden. Für eine unterirdische Querung der Gleise bis zur Schillerstraße gibt es inzwischen kein einziges Argument mehr.

„Planen ist ein Prozess“ Zitat Baubürgermeister Wetzig. Man muss dann aber auch Veränderungen zulassen.

Aufgestellt 02.04.2014 Annette Weinreich

Die Ulmer sollen wie die Münsterbauer denken und nicht wie

die Maulwürfe!

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