Donauufer – Donaustrand – Donau was?

Als ich zu Beginn des Jahre gelesen habe dass auf der Arbeitspanung des Bauausschusses nun auch wieder das Donauufer – genauer bereits die Auslobung eines Wettbewerbes – stand, bin ich stutzig geworden.
Da war doch schon mal was?
2007 oder so?

Bereits am 8.5.07 wurde einstimmig das „Vorhaben Donaustrand“ beschlossen.
Die Donau soll „in der Öffentlichkeit wieder stärker als Naherholungsraum und Erlebnisraum angenommen“ werden. Der „innerstädtische Teil der Donau und ihres Ufers“ soll so gestaltet werden „dass eine – je nach Witterung unterschiedliche – Freizeit- und Erholungsnutzung möglich ist.

Dann gab es die Sitzung am 03.07.2007

Dazu steht in der GD 214/07:
„Der Fachbereichsausschuss hat am 8.5.07 das Vorhaben einstimmig zur Durchführung beschlossen.
In der Folgezeit hat sich aufgrund der Presseberichterstattung und -kommentierung massive öffentliche Kritik am Vorhaben über Leserbriefe und eine Telefonabstimmung aufgebaut. Da Zielrichtung und Inhalt der Planung in der Presse nur ausschnitthaft dargestellt wurden, hat die Verwaltung in einer kurzfristig anberaumten Bürgerinformationsveranstaltung am 11.06.07 im Vortragssaal der Zentralbibliothek mit anschließender Ortsbegehung bzw. -besichtigung das Vorhaben ausführlich erläutert.“

Da waren dann 50-60 BürgerInnen da, die das Vorhaben wohl ausschließlich negativ kritisch hinterfragt hätten:
– kein Bedürfnis nach Kontakt zum Wasser
– fehlende Parkplätze, kein Verkehrskonzept
– durch SSV schon angespannte Erschließungssituation
– keine Toiletten
– zusätzliche Müllablagerungen ==> Reinigungskosten
– Verschmutzung durch Wasservögel
– keine Gewährleistung der Sicherheit für Kinder
– mangelnde Hygiene, schlechte Wasserqualität
– Hochwasserschäden
– erhöhter Bauunterhalt

Kann es wirklich sein dass die UlmerInnen keine Aufwertung des Donauufers haben wollen???

Ein Gegenbeispiel: Donaustrand Ingolstadt

Eigentlich wollte ich mit meinem Antrag auf Zurückstellung dieses Themas erreichen, dass zunächst einmal eine Bürgerinnenbefragung dazu stattfinden soll, bevor das Ganze wieder einen Schuss nach hinten gibt.

Nun, das ist mir nicht gelungen. Der Wettbewerb wurde beschlossen, was aber nicht heißt dass die BürgerInnen trotzdem gefragt werden sollen/können.

Was vorgesehen ist, ist doch schon ziemlich genau definiert, s. SWP vom 22.05.15:

„Verkehr Am Donauufer sind an schönen Tagen Massen von Menschen unterwegs. Und der Verkehr nimmt weiter zu. Um künftig Konflikte zu vermeiden, sollen Fußgänger- und Radverkehr neu geordnet werden. Das wird nicht ganz einfach sein, wie die Stadtplaner prophezeien: „Wir werden an manchen Stellen in die Donau hineinmüssen, um das Ufer zu verbreitern.“

Nutzung Das Ufer soll noch besser genutzt werden können, mit Sitzgelegenheiten wie bereits bei den Stufen Höhe Fischerplätzle und mit direktem Kontakt zum Wasser. Wo kann man jetzt schon mal die Füße ins Wasser hängen? Speziell im Fokus ist die Gänslände, bislang im Wesentlichen als temporärer Tribünenbereich beim Nabada genutzt. Dort könnte eine Liegewiese mit leichter Terrassierung und dauerhaften Sitzstufen angelegt werden.

Anlegestelle Auf Höhe des Fischerplätzles soll die Stadt Ulm endlich eine standesgemäße Anlegestelle für ihre Flaggschiffe bekommen, die Ulmer Schachteln. Das wird als „Wassertor zur Donau“ bezeichnet.

Festplatz Die Nutzungsmöglichkeiten für Stadtfeste sollen verbessert werden, das betrifft insbesondere die Donauwiese zwischen Donauschwabendenkmal und Metzgerturm. Bisher muss dafür immer ein großer Aufwand für provisorische Einrichtungen betrieben werden.“

Was wäre Euch denn wichtig an Eurer Donau?

Bericht zur Begehung

bericht_donauufer

 

Ran ans Donauufer bis rein ins Wasser

Das Donauufer in der Ulmer Kernstadt soll aufgewertet werden. Ziele sind: Zugang zum Wasser, eine bessere Verkehrsorganisation, eine Anlegestelle und Nutzungsmöglichkeiten für Stadtfeste.

JAKOB RESCH | 22.05.2015

Die Gestaltung des Ulmer Donauufers kommt wieder in Fluss. Nachdem entsprechende Pläne vor Jahren auf Eis gelegt werden mussten, haben die Stadträte nun für 70.000 Euro einen Planungswettbewerb unter Landschaftsarchitekten ausgelobt, die ein grundlegendes Konzept für die Zukunft des Abschnitts zwischen den beiden Donautürmen, also etwa zwischen Eisenbahn- und Gänstorbrücke, erarbeiten sollen. Und zwar nach diesen Maßgaben:

Verkehr Am Donauufer sind an schönen Tagen Massen von Menschen unterwegs. Und der Verkehr nimmt weiter zu. Um künftig Konflikte zu vermeiden, sollen Fußgänger- und Radverkehr neu geordnet werden. Das wird nicht ganz einfach sein, wie die Stadtplaner prophezeien: „Wir werden an manchen Stellen in die Donau hineinmüssen, um das Ufer zu verbreitern.“

Nutzung Das Ufer soll noch besser genutzt werden können, mit Sitzgelegenheiten wie bereits bei den Stufen Höhe Fischerplätzle und mit direktem Kontakt zum Wasser. Wo kann man jetzt schon mal die Füße ins Wasser hängen? Speziell im Fokus ist die Gänslände, bislang im Wesentlichen als temporärer Tribünenbereich beim Nabada genutzt. Dort könnte eine Liegewiese mit leichter Terrassierung und dauerhaften Sitzstufen angelegt werden.

Anlegestelle Auf Höhe des Fischerplätzles soll die Stadt Ulm endlich eine standesgemäße Anlegestelle für ihre Flaggschiffe bekommen, die Ulmer Schachteln. Das wird als „Wassertor zur Donau“ bezeichnet.

Festplatz Die Nutzungsmöglichkeiten für Stadtfeste sollen verbessert werden, das betrifft insbesondere die Donauwiese zwischen Donauschwabendenkmal und Metzgerturm. Bisher muss dafür immer ein großer Aufwand für provisorische Einrichtungen betrieben werden.

Die Jurysitzung zum Wettbewerb ist für Oktober anberaumt, wobei damit ausdrücklich noch kein Bauprogramm beschlossen ist. Nach dieser Ideensammlung sollen die Details der Ufergestaltung vielmehr im Dialog mit der Bürgerschaft weiterentwickelt werden. Und für die Zeit, wenn es dann drauf ankommt, stellt sich die Stadt schon mal auf harte Auseinandersetzungen um die wasserrechtlichen und naturschutzrechtlichen Belange ein.

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